Starke, selbstbewusste Kinder-Affirmationen unterstützen dabei

Gastbeitrag von Michaela Schrandt-Reitz, Entspannungspädagogin (ProEntspannung)

Jeden Tag begleiten uns zwischen 60 bis 80 Tausend Gedanken u.a. über uns selbst und wir formen unsere Gedankenwelt mit Glaubenssätzen. Diese prägen unser Leben sowohl positiv als auch negativ und darauf können wir durch Affirmationen aktiv Einfluss nehmen. Das ist auch wichtig, denn das Gehirn konzentriert sich evolutionsbedingt automatisch mehr auf negative Gedanken. Schnell machen sich Selbstzweifel, Trübsinn und nicht vorhandene Mut-Anfälle breit. Zwischendurch verweilen wir mit unserer Denkart nicht in der Gegenwart, sondern hüpfen zwischen Vergangenheit und Zukunft hin und her. Affirmationen sind kurz formulierte Sätze, die uns dabei unterstützen, die eigenen Gedanken positiv zu navigieren.

Und so klappt es:

Unterstütze dein Kind, Vertrauen in sich zu haben und sich selbst zu lieben:

„Ich bin gut so, wie ich bin.“

Mit diesen starken Wurzeln kommt dein Kind gut durch die Höhen und Tiefen, die das Leben bereithält.

Drei positive Glaubenssätze, die den Tag leichter machen:

  1. Ich schaffe das!
  2. Ich bin ganz ruhig und entspannt!
  3. Ich bin mutig!

Drei bis fünf Minuten am Tag reichen schon aus, um dein Kind auf eine positive Grundhaltung einzustimmen. Durch die Fokussierung ist dein Kind im „Hier und Jetzt“ und lebt den Moment!

Je regelmäßiger dein Kind die Affirmation hört oder sie sich selbst sagt, umso stärker manifestiert sie sich unterbewusst.

Integriere Affirmationen in deinen Alltag

Hier einige Beispiele für dich:

  • Installiere ein Morgenritual:
    Solltest du dich für Affirmationskarten entscheiden, ziehe morgens gemeinsam mit deinem Kind eine Karte. Genießt den Moment und schenkt euch ein wenig Zeit.
    Nehmt diesen positiven Satz mit in den Tag hinein.
    Eventuell steht auch ein besonderes Ereignis an, wie z.B. das Schreiben einer Klassenarbeit. Sucht den passenden Satz dazu aus. Dieser könnte lauten: „Ruhig und konzentriert, klappt es garantiert.“
  • Erweitere dein Abendritual:
    Lade dein Kind ein, sich kurz vor dem Einschlafen auf die Atmung zu konzentrieren. Dies macht noch mehr Freude, wenn das Lieblingskuscheltier auf dem Bauch liegt.
    Hier könnte die Affirmation wie folgt lauten: „Mein Atem geht ruhig und regelmäßig“.
    Dieses Ritual kannst du noch abrunden, indem du im Anschluss eine Fantasiegeschichte vorliest. Alternativ kannst du auch eine kostenlose Audiodatei anhören. Eine Auswahl findest du auf meiner Homepage  https://www.proentspannung.de/fantasie-geschichten-fuer-kinder/
  • Integriere einen positiven Glaubenssatz, wenn eine Veränderung ansteht, z.B.:
    „Mit Mut geht es gut“.

Ob jung oder alt, Affirmationen sind für jeden da

Egal in welchem Alter, positive Sätze sind wunderbar und wertvoll. Lassen wir diese regelmäßig in unser Leben, schenken wir uns dadurch „good vibrations“ und stärken das eigene Fundament.
In jedem von uns steckt ein „Schatz“ und es ist vollkommen in Ordnung zwischendurch Fehler zu. An unseren Herausforderungen wachsen wir und entwickeln uns weiter.
Nicht nur die Kinderzeit ist Lernzeit. Auch als Erwachsener können wir stetig an unserer Selbstliebe und dem Selbstvertrauen arbeiten.

Ich wünsche dir ganz viel Freude und Erfolg mit dieser neugewonnen Technik! Probiere es jetzt aus!

Deine Michaela von ProEntspannung

Michaela Schrandt-Reitz ist Entspannungspädagogin für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Außerdem ist sie als Dozentin für die Ausbildung zum Kinderentspannungstrainer*in und als Multiplikatorin für das Präventionsprojekt „JolinchenKids“ der AOK NordWest für KiTas tätig. Auf ihrem Blog schreibt sie regelmäßig über alles, was der Seele gut tut.

Bildquelle: Ben White, unsplash

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